L.E. Volleys: Ab geht die Post
Leipziger mit ihrem Austragungsangebot 3:1 gegen den TSV GA Stuttgart erfolgreich
Eine Expresslieferung, einmal „Postwendend zurück“, zweimal sehr ordentliche Ausführung im Standardzustellmodus. Die Volleys nutzten den Schwung dieses ersten wirklich schönen Frühlingstages in Leipzig, traten – meist – mächtig in die Pedalen ihres Punkteexpress und lieferten – bis auf ein Päuschen – den rund 240 Zuschauern sehenswert und abwechslungsreich die Volleyballpost aus. Nach 90 Minuten hatten die Volleys zwei Briefsätze mehr an den Mann gebracht als der Mitbewerber aus Stuttgart.
Die Hausherren zeigten sich kämpferisch und gut vorbereitet und in den Sätzen eins, drei und vier auch überzeugend. Von Beginn an setzen sie die Annahmestation der Gäste mit ihren Aufschlägen unter Druck und zeigten vor allem in der Abwehr um Libero Henry Glöckner immer wieder gemeinschaftliche Entschlossenheit, die Anlieferungen der gegnerischen Boten zu verhindern. Die Angreifer dankten die vermehrten Möglichkeiten mit meist präziser Abgabe der blaugelben Fracht auf das Parkett der TSV-Seite. Erik Wichert auf angestammter Diagonalposition holte sich mit 25 Erfolgen am Ende die Trophäe als bester Punktesammler und auch über die Mitte ging einiges, wie die 17 Erfolge von Robert Karl nahelegen.
Als hätte der eine oder andere noch einen Termin legten die Volleys im ersten Satz die Tempolatte hoch. Als Erste wollten die diensttuenden Erik Wichert, Alexander Schneider, Robert Karl, Wieland Oswald, Jan Paule Günther, Eder Pinheiro und Henry Glöckner die fünfundzwanzig Poststücke untergebracht haben. Vier Stück in Folge konnte man gleich zu Beginn loswerden, ehe Stuttgart erstmals Einhalt Gebot. Die Volleys ließen sich nicht beirren und bauten ihren Vorsprung stetig aus. Mit variablen Aufschlägen verunsicherten die Volleys die gegnerische Annahme, die Angreifer punkteten über alle Positionen und die Abwehr setzte erste Glanzpunkte. Wenn auch nicht fehlerfrei, sahen die Zuschauer eine überzeugende Vorstellung ihres Teams. Mit einem Ass markierte Wieland Oswald das 25:14-Ergebnis des ersten Satzes.
Doch so einfach konnte es natürlich nicht sein. Während sich bei den Volleys nach souveränem Auftritt plötzlich Unsicherheiten breit machten, als erwarteten sie hinter jedem Zaun den sprichwörtlichen Postbotenhund, zeigten die Stuttgarter nun was sie drauf haben. Zum Beispiel einen fast fehlerlosen Satz hinlegen. Bis zum 8:8 gestaltete sich der Wettkampf offen, dann legte der TSV, in dieser Phase zu Recht Morgenluft witternd, los. Die Gäste punkteten mit Hilfe des wenig erfolgreichen Leipziger Blocks, fanden Angriffslücken vor allem in der Mitte und sorgten mit ihren Aufschlägen für Unruhe in der Annahme der Volleys. Dazu mal ein Leipziger Aufschlag im Netz und ein Angriff ins Aus und schon waren nun die Stuttgarter davongeeilt. Die Einwechslung von Axel Roscher für Eder Pinheiro konnte den Satzverlust nicht mehr verhindern und so verließen die Volleys mit einem ernüchternden 16:25 den Platz. Ausgleich und Verlängerung.
Leipzigs Trainer beließ es bei der letzten Aufstellung. Nach wechselnden Führungen und einem 6:8 zur ersten technischen Auszeit markierten Robert Karl und Erik Wichert mit einem Block die Führung zum 10:9. Die Volleys hatten sich zurück zu ihrem Spiel gekämpft, gewannen zunehmend Sicherheit zurück und gaben den Vorsprung nun nicht mehr ab. Zwar konterten die Gäste immer wieder erfolgreich, verkürzten den zeitweise Sechs-Punkte-Rückstand wieder auf zwei, leisteten sich die Hausherren auch mal einen Fehler, trotzdem hatten die Volleys beim 24:20 den ersten Satzball. Drei Versuche brauchten sie noch, um das letzte Paket zuzustellen, ehe Erik Wichert den nun leeren Postsack beim 25:23 zumachte.
Im vierten Durchgang legten die Volleys wieder einen Start-Ziel-Sieg hin. Zwei Anlieferung-Verweigerungsblocks markierten die Punkte eins und drei, danach brachten erfolgreiche Angriffsaktionen vor allem von Wieland Oswald die Hausherren mit 8:4 in die Vorhand und auf endgültigen Kurs. Die Aufschläge flatterten und knallten noch einmal feierabendsüchtig in die Stuttgarter Annahmereihen, ergaben Asse oder direkte Angriffspunkte. Beim 17:11 kehrte Eder Pinheiro für Axel Roscher in die letzte Schicht zurück. Beim 24:18 war Schluss: für Alexander Schneider und Jan Paule Günther. Für sie kamen Mittelblocker Marvin Freese und Regionalligazuspieler Matteo Böhm – letzterer zu seinem ersten Bundesligaeinsatz – und wurden herzlich vom Publikum begrüßt. Den letzten Punkt machte dann auch prompt Marvin zum 25:19. Post verdient als erster abgegeben.
Die Volleys sicherten sich den 6. Platz, schauen weiterhin zuversichtlich auf die vor ihnen liegenden Plätze und wollen weiter angreifen. So schon am nächsten Samstag in Grafing.
KK
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Die Hausherren zeigten sich kämpferisch und gut vorbereitet und in den Sätzen eins, drei und vier auch überzeugend. Von Beginn an setzen sie die Annahmestation der Gäste mit ihren Aufschlägen unter Druck und zeigten vor allem in der Abwehr um Libero Henry Glöckner immer wieder gemeinschaftliche Entschlossenheit, die Anlieferungen der gegnerischen Boten zu verhindern. Die Angreifer dankten die vermehrten Möglichkeiten mit meist präziser Abgabe der blaugelben Fracht auf das Parkett der TSV-Seite. Erik Wichert auf angestammter Diagonalposition holte sich mit 25 Erfolgen am Ende die Trophäe als bester Punktesammler und auch über die Mitte ging einiges, wie die 17 Erfolge von Robert Karl nahelegen.
Als hätte der eine oder andere noch einen Termin legten die Volleys im ersten Satz die Tempolatte hoch. Als Erste wollten die diensttuenden Erik Wichert, Alexander Schneider, Robert Karl, Wieland Oswald, Jan Paule Günther, Eder Pinheiro und Henry Glöckner die fünfundzwanzig Poststücke untergebracht haben. Vier Stück in Folge konnte man gleich zu Beginn loswerden, ehe Stuttgart erstmals Einhalt Gebot. Die Volleys ließen sich nicht beirren und bauten ihren Vorsprung stetig aus. Mit variablen Aufschlägen verunsicherten die Volleys die gegnerische Annahme, die Angreifer punkteten über alle Positionen und die Abwehr setzte erste Glanzpunkte. Wenn auch nicht fehlerfrei, sahen die Zuschauer eine überzeugende Vorstellung ihres Teams. Mit einem Ass markierte Wieland Oswald das 25:14-Ergebnis des ersten Satzes.
Doch so einfach konnte es natürlich nicht sein. Während sich bei den Volleys nach souveränem Auftritt plötzlich Unsicherheiten breit machten, als erwarteten sie hinter jedem Zaun den sprichwörtlichen Postbotenhund, zeigten die Stuttgarter nun was sie drauf haben. Zum Beispiel einen fast fehlerlosen Satz hinlegen. Bis zum 8:8 gestaltete sich der Wettkampf offen, dann legte der TSV, in dieser Phase zu Recht Morgenluft witternd, los. Die Gäste punkteten mit Hilfe des wenig erfolgreichen Leipziger Blocks, fanden Angriffslücken vor allem in der Mitte und sorgten mit ihren Aufschlägen für Unruhe in der Annahme der Volleys. Dazu mal ein Leipziger Aufschlag im Netz und ein Angriff ins Aus und schon waren nun die Stuttgarter davongeeilt. Die Einwechslung von Axel Roscher für Eder Pinheiro konnte den Satzverlust nicht mehr verhindern und so verließen die Volleys mit einem ernüchternden 16:25 den Platz. Ausgleich und Verlängerung.
Leipzigs Trainer beließ es bei der letzten Aufstellung. Nach wechselnden Führungen und einem 6:8 zur ersten technischen Auszeit markierten Robert Karl und Erik Wichert mit einem Block die Führung zum 10:9. Die Volleys hatten sich zurück zu ihrem Spiel gekämpft, gewannen zunehmend Sicherheit zurück und gaben den Vorsprung nun nicht mehr ab. Zwar konterten die Gäste immer wieder erfolgreich, verkürzten den zeitweise Sechs-Punkte-Rückstand wieder auf zwei, leisteten sich die Hausherren auch mal einen Fehler, trotzdem hatten die Volleys beim 24:20 den ersten Satzball. Drei Versuche brauchten sie noch, um das letzte Paket zuzustellen, ehe Erik Wichert den nun leeren Postsack beim 25:23 zumachte.
Im vierten Durchgang legten die Volleys wieder einen Start-Ziel-Sieg hin. Zwei Anlieferung-Verweigerungsblocks markierten die Punkte eins und drei, danach brachten erfolgreiche Angriffsaktionen vor allem von Wieland Oswald die Hausherren mit 8:4 in die Vorhand und auf endgültigen Kurs. Die Aufschläge flatterten und knallten noch einmal feierabendsüchtig in die Stuttgarter Annahmereihen, ergaben Asse oder direkte Angriffspunkte. Beim 17:11 kehrte Eder Pinheiro für Axel Roscher in die letzte Schicht zurück. Beim 24:18 war Schluss: für Alexander Schneider und Jan Paule Günther. Für sie kamen Mittelblocker Marvin Freese und Regionalligazuspieler Matteo Böhm – letzterer zu seinem ersten Bundesligaeinsatz – und wurden herzlich vom Publikum begrüßt. Den letzten Punkt machte dann auch prompt Marvin zum 25:19. Post verdient als erster abgegeben.
Die Volleys sicherten sich den 6. Platz, schauen weiterhin zuversichtlich auf die vor ihnen liegenden Plätze und wollen weiter angreifen. So schon am nächsten Samstag in Grafing.
KK
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